B 55-Brücken in Lippstadt: LKW-Verkehr rollt wieder


Seit 7. Oktober 2016 läuft der Schwerverkehr rund um Lippstadt wieder über die B 55. Dann ist die provisorische Ertüchtigung der drei Brücken über die Lippe und am Margaretensee abgeschlossen. Die Umleitungen über Hörste und Lipperode bzw. Cappel und Benninghausen werden überflüssig.

In etwas mehr als einem Jahr hat der Landesbetrieb Straßen.NRW jeweils individuelle Maßnahmen zur Stabilisierung der drei Bauwerke geplant und ausgeschrieben. Beginnend mit dem Frühsommer erfolgte sukzessive eine Umsetzung durch qualifizierte Bauunternehmen.  IHK Arnsberg und Stadt Lippstadt hatten sich für diese Lösung stark gemacht. Dadurch wurde eine zeitlich unbefristete Umleitung sämtlicher Fahrzeuge > 7,5 t zGG  bis zum Neubau aller Brücken verhindert. NRW-Verkehrsminister Groschek, der auf IHK-Einladung im August 2015 bei einer Bereisung Situation und Folgen für Wirtschaft und Bürger erfahren hatte, setzte sich persönlich für die jetzt realisierte provisorische Ertüchtigung ein. Ihm gilt daher der Dank aller Betroffenen.

In der Rückschau bewertet die IHK Arnsberg die seit September 2015 andauernde Streckensperrungen als "gerade noch vertretbar“. Das ist das Ergebnis einer im Frühjahr 2016 durchgeführten Befragung unter den hauptbetroffenen Unternehmen. Angesichts des Brückenzustandes schien die Sperrung unausweichlich. Demnach waren vor allem zwei Gruppen die Haupt-Leidtragenden der Sperrungen: Baustoff- und Entsorgungsunternehmen, regionale Auslieferer einerseits sowie Industrieunternehmen mit mehreren Produktions- und Logistik-Standorten im näheren Umfeld andererseits. Sie stellen das Gros von 40 % der Unternehmen, die zum Teil auch über die Zeit der Umleitungen hinaus eine Beeinträchtigung ihres Geschäfts erwarten. Hier wurde die Tourenplanung durcheinander geworfen oder konnten Aufträge nicht mehr im gleichen Umfang abgewickelt werden. Der Aktionsradius im transportkostensensiblen Baustoffhandel wurde teilweise deutlich eingeschränkt. Industrie- und Logistikunternehmen, die über mehrere Standorte in der Region verfügen, strukturierten ihre Pendelverkehre teilweise völlig neu bis hin zu Umstellungen von internen Produktions- und Logistikvorgängen.

Auf ihre großräumige Informations-Kampagne führt die IHK zurück, dass sich hingegen kaum große Staus ergeben haben. Für die Mehrzahl der Unternehmen haben sich insofern die Auswirkungen deutlich geringer als befürchtet herausgestellt, weil sich viele LKW neue Wege außerhalb der ausgeschilderten Umleitungen gesucht haben. Dadurch wurde der Verkehr insgesamt in der Region gut verteilt und konnte relativ flüssig abgewickelt werden.

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